Fotosinn

Wenn das Objektiv wirklich objektiv wäre, hätte die Fotografie nichts mit Kunst zu tun, da es jedoch sehr subjektiv sein kann, ist es ebenso reich an Ausdrucksmöglichkeiten wie Meißel, Pinsel oder Zeichenstift

Herbert List, Fotograf

Die ersten 10000 Aufnahmen sind die schlechtesten

Helmut Newton, Fotograf

Ein Foto sollte stets ein bezeichnendes Dokument sein, eine überzeugende Aussage

Berenice Abbott, Fotografin

Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera

Gisèle Freund, Fotografin

Fotografie ist die Trauer über die vergängliche Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten – die Materialisierung gewisser Emotionen in gewissen Momenten. Es gibt formale Emotionen, hervorgerufen durch Licht oder Form, sentimentale oder sensuelle, die durch Menschen ausgelöst werden, und rein intellektuelle. Die Fotografie kann sie vereinen und daraus neue schaffen … Fotografie ist unlösbar mit der Zeit verknüpft, die sie festhält: Mit der Zeit, die zwischen den Fingern, zwischen den Augenblicken zerrinnt, mit der Zeit der Dinge und Menschen, des Lichts und der Gefühle. Die Zeit wird nie mehr das sein, was sie war

Jeanloup Sieff, Modefotograf

Heute kann man alles fotografieren

Robert Frank, Fotograf

Die Kamera kommt nicht umhin zu lügen; die Entscheidung, welche Art von Lüge man zeigen will, ist im Grunde der eigentlich schöpferische Akt der Fotografie

Brian Eno, Musiker

Wenn du die Fotos ein paar Minuten ansiehst, dann fangen sie an zu sprechen. Und wenn du ganz in das Bild hineingekrochen bist, dann sprechen sie

Kurt Tucholsky, Schriftsteller

Es ist ebenso wenig ein Zufall, dass der Fotograf Fotograf wird, wie es Zufall ist, dass der Löwenbändiger Löwenbändiger wird

Dorothea Lange, Dokumentarfotografin

Die Fotografie interpretiert nicht, sie hält authentisch fest, wie sich etwas zu einem gewissen Zeitpunkt, der niemals wiederkehrt, ereignet hat

unbekannt

Fotografie heißt Bedeutung schenken

Yousuf Karsh, Portraitfotograf

Die Tatsache, dass Menschen mit zwei Augen, aber nur einem Mund geboren werden, lässt darauf schließen, dass sie zweimal soviel sehen als reden sollten

Marie Marquise de Svign

Ein Bild sollte man anschauen – nicht darüber reden

Elliott Erwitt, Fotograf

Ich liebe Symbole. Man fotografiert etwas Banales und gibt es anders wieder. Die Leute verstehen sofort und sagen: Ach, so habe ich den Eiffelturm, die Freiheitsstatue noch nie gesehen! In diesem Moment weißt du, dass du etwas geschaffen hast

Peter Turner

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Fotografieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen

Friedrich Dürrenmatt, Schriftsteller

Die Kamera ermöglicht mit spielerischer Leichtigkeit die Begegnung mit jener anderen Wirklichkeit

Jerry N. Uelsmann, Fotograf

Ich fotografiere, was ich nicht malen möchte und ich male, was ich nicht fotografieren kann

Man Ray, Fotograf und Maler

Die Fotografie braucht das Drama

Erich Lessing, Fotograf

Fotografieren heißt weglassen

unbekannt

Ein gutes Foto ist ein Foto, das man länger als eine Sekunde ansieht

Fotografieren heißt den Atem anzuhalten, wenn sich im Augenblick der flüchtigen Wirkung all unsere Fähigkeiten vereinigen. Kopf, Auge und Herz müssen dabei auf eine Linie gebracht werden. Fotografieren, das ist eine Art zu schreien, nicht aber, seine Orginalität unter Beweis zu stellen. Es ist eine Art zu leben

Fotografieren ist wie Bogenschießen: richtig zielen, schnell schießen, abhauen

Fotografieren bedeutet gleichzeitig und innerhalb von Sekundenbruchteilen zu erkennen – einen Sachverhalt selbst und die strenge Anordnung der visuellen wahrnehmbaren Formen, die ihm seine Bedeutung geben. Es bringt Verstand, Auge und Herz auf eine Linie

Henri Cartier-Bresson, Fotograf

Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Aber sehen lernen, das kann lange dauern

Leica-Werbespruch

Fotografieren Sie Ihr Leben. Wenn Sie es verlieren, haben Sie immer noch das Foto

Wer als Anfänger die Gestaltungsregeln der Fotografie ignoriert, hat keinen Verstand. Wer sich aber fotolebenslang daran klammert, hat keine Phantasie

Detlev Motz, Fotograf

Bilder sind Brücken zu den Erinnerungen, stellte Robert de Flers fest: Es hat sich in meinem Geist geformt, als ich einmal die Namib-Wüste durchquerte, an einer Düne mein Nachtlager aufschlug und im Schein des Lagerfeuers Fotos von Zuhause anschaute. In diesem Moment saß ich nicht alleine mitten in einer Wüste, sondern zu Hause an einem reich gedeckten Tisch mit allen meinen Freunden und Familie

Robert de Flers

Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat

Emile Zola, Schriftsteller

Wir wissen doch alle, dass wir pro Jahr vielleicht ein wirklich gutes Foto zustande bringen

Thomas Hoepker, Fotograf und Filmer

Zu all den Dingen, die wir nicht sehen können, gesellen sich noch die Dinge, die wir nicht sehen wollen, weil wir uns entschieden haben, sie zu ignorieren. Im Augenblick habe ich zum Beispiel beschlossen, das Geräusch meines Atems, das Gefühl des Rings an meinem Finger, den Anblick der Brille direkt auf meiner Nase, ja sogar den der Nase selbst zu ignorieren. Die Blende einer Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen, sondern dazu, welche auszublenden. Wer je eine Kamera in der Hand hatte weiß, dass zuviel Information einen genauso blind machen kann wie zuwenig. Wenn Sie sich alle neun Sinfonien von Beethoven gleichzeitig anhören wollen, würden Sie nur den Krach hören

K. C. Cole, Wissenschaftsjournalistin

Fotografieren heißt sehen lernen

Andreas Feininger und Ernst Haas, Fotografen

Die Tatsache, dass eine (im konventionellen Sinn) technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmässig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht

Andreas Feininger, Fotograf



About

Hallo, ich bin Susanne Kay. 1973 in Bremerhaven zur Welt gekommen, lebe ich seit 1994 in Erfurt. Hauptberuflich arbeite ich als Rechtsanwalts-Fachangestellte in einem Erfurter Anwaltsbüro. Im Nebenberuf fotografiere ich für verschiedene Auftraggeber und schreibe und fotografiere insbesondere in freier Mitarbeit für die TLZ, Thüringische Landeszeitung. Für das Erfurtportal puffbohne.de leiste ich redaktionelle und administrative Mitarbeit. Als Fotografin bin ich bei erfurt-foto.de gelistet.

Aufträge, insbesondere im Raum Erfurt, nehme ich nach Absprache gerne entgegen. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit mir auf.